Wie man rotes Henna zubereitet

Haare rot färben


Rotes Haar verleiht einen neuen, ungewohnten Look. Es gibt verschiedene Rottöne, die sowohl dunkleren als auch helleren Haartypen stehen. Um aggressive chemische Färbemittel zu vermeiden, kann man diesen Farbton auch mit Henna erzielen, das zudem pflegend auf das Haar wirkt. Dieser Artikel erläutert, wie man Henna für eine rote Färbung anwendet.

Henna für das Haar: Henna färbt das Haar, indem es sich an die äußere Schicht anlagert, ohne in die Haarstruktur (den Kortex) einzudringen – also jenen Teil, der Feuchtigkeit und Proteine ​​enthält. Daher gilt Henna als schonendere Alternative zu chemischen Farben: 

Es greift die Haarstruktur nicht an, bewahrt die natürliche Feuchtigkeit, Elastizität und Beschaffenheit des Haares und verleiht ihm zudem Glanz. Das Farbergebnis hängt jedoch von der Ausgangshaarfarbe ab; möglich sind verschiedene Nuancen von Rot über Braun bis hin zu Schwarz. Durch die Zugabe weiterer Zutaten lässt sich der Rotton beeinflussen – so kann man Henna beispielsweise mit Indigo mischen. Dabei sollte der Henna-Anteil jedoch überwiegen, damit kein Braunton entsteht.

Haarfarbe: Vor der Anwendung von Henna sollte die Ausgangshaarfarbe berücksichtigt werden, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen:[2] Bei hellem Blond, grauem oder weißem Haar entsteht ein lebendiger Rotton. Bei mittlerem Blond oder hellem Braun ergibt sich ein satter Kastanienton. Bei bereits rotem Haar ist die Veränderung weniger stark ausgeprägt; zudem lassen sich graue Haare damit abdecken. Bei dunklem Haar – etwa in Braun oder Schwarz – ist kaum eine echte Farbveränderung zu erkennen, es sei denn, der Henna-Mischung wird Rote Bete hinzugefügt.

Anwendung von rotem Henna zum Haarfärben: Im Folgenden wird beschrieben, wie man rotes Henna zum Haarfärben zubereitet. Es verleiht dem Haar zudem Glanz und Feuchtigkeit. Die Vorgehensweise ist wie folgt:[2] Zutaten: 100 g Henna für langes Haar, 200 g für schulterlanges Haar, 300 g für langes Haar und 500 g für sehr langes Haar. Außerdem: warmes Wasser, Zitronen-, Orangen- oder Grapefruitsaft oder Essig. Handschuhe. Vaseline. Zubereitung: 

Das Henna wird in einer Schüssel gründlich mit einer der genannten Flüssigkeiten vermischt, bis eine dicke, tonartige Paste entsteht – geschmeidig und frei von Klumpen, ähnlich der Konsistenz von Joghurt. Die Schüssel mit der Henna-Paste wird luftdicht mit Frischhaltefolie abgedeckt und für 12 Stunden an einem dunklen Ort bei Zimmertemperatur stehen gelassen. Dabei gilt: Je länger das Henna ruht, desto intensiver wird die Farbe. Überprüfen Sie die Konsistenz des Hennas; da es nach der Ruhezeit fester werden kann, lässt sich bei Bedarf etwas Wasser oder eine der zuvor genannten Flüssigkeiten hinzufügen, um die tonartige Konsistenz wiederherzustellen. 

Achten Sie darauf, Vaseline entlang des Haaransatzes aufzutragen, Kleidung zu wählen, die schmutzig werden darf, und Handschuhe zu tragen, um Haut und Kleidung vor der Henna-Farbe zu schützen. Da sie sich nicht leicht entfernen lässt, sollte man auch auf den Ort achten, an dem man die Haare färbt – das Färben mit Henna kann nämlich eine ziemliche Sauerei verursachen. 

Das Henna wird mit den Fingern auf das in kleine Partien unterteilte Haar aufgetragen. Nachdem das Haar vollständig mit Henna bedeckt ist, wird es mit einer Duschhaube oder Frischhaltefolie abgedeckt. Um einen tiefen Rotton zu erzielen – was auch bei dunklem Haar funktioniert –, lässt man das Henna 6 Stunden einwirken; für ein sattes Rot reichen 3 bis 4 Stunden aus. Anschließend wird das Henna mehrmals mit warmem Wasser ausgespült. Ein mildes Shampoo kann helfen, letzte Reste und den typischen Henna-Geruch zu entfernen. 

Das Haar sollte anschließend an der Luft trocknen – auf einen Föhn ist zu verzichten. Die endgültige Farbe des Hennas zeigt sich erst nach etwa drei Tagen, wenn der Oxidationsprozess abgeschlossen ist. Henna und Rote Bete: Diese Methode verleiht dem Haar einen weinroten Ton, auch „Burgunder“ genannt. Bei hellbraunem Haar kann auf die Rote Bete verzichtet werden; bei dunklerem Haar sollte sie jedoch hinzugefügt werden. Ist das Haar trocken oder wünscht man ein dunkleres Ergebnis, kann die Menge an Zitronensaft reduziert und stattdessen mehr Wasser hinzugefügt werden. Die Vorgehensweise ist wie folgt:

Zutaten: Henna-Pulver, eine Tasse Wasser, eine Tasse Zitronensaft, eine aus Roter Bete hergestellte Paste, Handschuhe. Zubereitung: Alle Zutaten miteinander vermengen, bis eine geschmeidige Paste entsteht. Zuerst werden Handschuhe angezogen, dann wird das Henna mithilfe eines Pinsels oder der Finger auf das Haar aufgetragen. Das Henna sollte eine Stunde lang im Haar einwirken. Anschließend werden die Haare mit Shampoo und Pflegespülung gewaschen.

Henna, Zitronensaft und Kokosmilch – das Ergebnis dieser Methode hängt von der ursprünglichen Haarfarbe ab; sie kann dem Haar einen orangefarbenen, roten oder dunkelburgunderfarbenen Ton verleihen. Die Vorgehensweise ist wie folgt:

Zutaten: 150–200 g natürliches Henna-Pulver, 1–2 EL Zitronensaft, eine Dose Kokosmilch. Benötigtes Zubehör: Messlöffel, ein Löffel aus nicht-metallischem Material zum Mischen, eine Schüssel, Frischhaltefolie und Handschuhe. Zubereitung: Die Zutaten in einer Schüssel mit dem nicht-metallischen Löffel gründlich vermengen, bis eine dickflüssige Paste entsteht. 

Die Schüssel mit Frischhaltefolie abdecken und die Mischung für mindestens 4–5 Stunden oder über Nacht bei Zimmertemperatur ruhen lassen. Das Haar mittig scheiteln, sodass die Haarpartien jeweils über die Schultern fallen. Handschuhe anziehen, um mit dem Auftragen des Hennas zu beginnen. Das Henna strähnenweise auf das Haar auftragen (dabei jeweils etwa 5 cm breite Partien wählen). 

Nach dem Auftragen das Haar zu einem Dutt auf dem Kopf hochstecken und mit Frischhaltefolie oder einer Duschhaube abdecken. Die Mischung für 6–7 Stunden einwirken lassen – alternativ kann sie auch über Nacht auf dem Haar verbleiben. Das Haar anschließend nur mit kaltem Wasser ausspülen; für die nächsten 32 Stunden sollten weder Shampoo noch Pflegespülung (Conditioner) verwendet werden.

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